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Gemeindeverwaltung

  • Innere Weid 1
  • 4629 Fulenbach (SO)
  • Telefon: 062 917 10 10 / 11

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Bäume fällen nützt Natur und Mensch

Jetzt startet wieder eine neue Holzerei-Saison. Gezielte Holzschläge und
Pflegemassnahmen sorgen für gesunde, stabile Wälder und ökologisch wertvolles
Holz. Aber Vorsicht! Wo Bäume gefällt werden, lauern Gefahren.

Mengenmässig wird diesen Winter wohl etwas weniger geholzt als in anderen Jahren.
Nach den Winterstürmen und dem Borkenkäferbefall im trockenen Sommer wartet
bereits mehr als genug Holz auf die Verarbeitung. Trotzdem sind da und dort
Holzschläge geplant, sei es zur Verjüngung und Pflege im Schutzwald, zur Beseitigung
kranker Bäume, zum Heizen oder für den Bedarf von hochwertigem Frischholz.


Nach dem heissen Sommer hoffen die Forstleute auf einen kalten Winter mit gefrorenen
Böden. Nur so können sie ihre Maschinen einsetzen, ohne den Waldboden übermässig
zu belasten. Ihre Arbeit ist wichtig. Denn der Wald, wie wir ihn wollen, braucht pflegende
Eingriffe und regelmässige Verjüngung. Schliesslich soll er nicht nur den Rohstoff Holz
liefern, sondern auch Gebäude, Bahnlinien und Strassen vor Lawinen oder Steinschlag
bewahren, für sauberes Wasser sorgen, das Klima schützen und für Erholungssuchende
stets gut zugänglich sein.


Auch wenn mancher Stapel Baumstämme am Wegrand riesig oder der Eingriff nebenan
heftig erscheinen mag: Der Schweizer Wald wird keinesfalls übernutzt. Unser Land
verfügt im internationalen Vergleich über eine der strengsten Gesetzgebungen. Die
Waldfläche ist geschützt, und es darf nicht mehr Holz geerntet werden, als nachwächst.
Jeder Holzschlag ist bewilligungspflichtig und grossflächige Eingriffe sind verboten.
Aktuell werden landesweit jährlich etwa 4,5 Millionen Kubikmeter Holz geerntet, während
etwa 10 Millionen Kubikmeter nachwachsen. Und der Wald wird seit Jahrzehnten so
naturnah bewirtschaftet, dass er heute auf einem Drittel der Landesfläche über 40
Prozent unserer Tier- und Pflanzenarten beherbergt.


Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Pflege braucht Fachpersonen, die alle
Zusammenhänge kennen. Die über 6000 Forstleute in der Schweiz sind bestens
ausgebildet. Sie machen einen hervorragenden, aber mitunter gefährlichen Job für uns
alle.


Auch während der Holzerei-Saison sind unsere Wälder meist frei zugänglich.
Waldeigentümer und Gemeinden weisen Besucherinnen und Besucher aber dringend
darauf hin, Abstand von den Gefahrenzonen im Bereich von Holzschlägen zu nehmen –
um sich selbst nicht in Lebensgefahr zu begeben und das Forstpersonal konzentriert
arbeiten zu lassen. Konkret heisst das:


• Absperrungen unbedingt respektieren. Sie bedeuten «Weg gesperrt,
Lebensgefahr».
• Ein Warndreieck bedeutet «Durchgang erlaubt, aber Vorsicht ist geboten».
• Den Anweisungen des Forstpersonals in jedem Fall Folge leisten.
• In Schlagflächen lauern auch Gefahren, wenn nicht gearbeitet wird, durch
instabiles oder unter Spannung stehendes Holz. Hier gilt «Betreten verboten,
auch an Wochenenden».
• Holzbeigen sind keine Klettergerüste, das Besteigen kann zu schweren Unfällen
führen.
 


Forstarbeit
 

Dokument 20180912_Info_HolzereiSaison.pdf (pdf, 1195.6 kB)


Datum der Neuigkeit 25. Sept. 2018